Intralogistik als Wettbewerbsfaktor
Die Intralogistik in Lager- und Versand steht vor großen Herausforderungen in der Zukunft. Höchste Ansprüche an Leistung und Qualität treffen auf Kostendruck und wachsende Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
In der Industrie geht es vor allem um eine reibungslose und zuverlässige Ver- und Entsorgung der Produktion. Dabei soll die Logistik den modernen Ansätzen der „Lean Production“ im Hinblick auf Flexibilität, Fehlerfreiheit und Vermeidung jeglicher Verschwendung gerecht werden.
Die Logistik ist „die Produktion des Handels“ und bringt mit Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz entscheidende Vorteile im Wettbewerb, denn es geht um nichts weniger, als die Zufriedenheit der Kunden.
Dazu übernimmt die Logistik immer häufiger auch zusätzliche „value added services“, mit denen Produkte veredelt, individualisiert, mit Preisen ausgezeichnet oder in spezielle Sets verpackt werden.
Wir erarbeiten, welches Potential – zum Beispiel in der Digitalisierung - heute nicht genutzt wird und für die Zukunft erschlossen werden kann.
Unser Ansatz: Unabhängig, objektiv, maßgeschneidert
Bevor wir in Hand anlegen und die Entscheidung fällt, zu reorganisieren oder zu erneuern, müssen wir die Stärken und Schwächen identifizieren und bewerten – damit wir gezielt wissen, was zu tun ist. So steht am Beginn unserer Projekte oft eine Leistungs- und Produktivitätsanalyse.
Unsere Intralogistik-Lösungen bestechen durch hohe Leistung und Produktivität, robuste Prozesse im alltäglichen Betrieb, Flexibilität und Ergonomie. Durchdacht bis ins Detail, wirtschaftlich, langlebig und nachhaltig.
Dabei sind wir nicht auf eine Branche spezialisiert. Im Gegenteil. Unsere Spezialisierung besteht darin, möglichst schnell, objektiv und unvoreingenommen zu verstehen, wie unsere Kunden arbeiten und welche individuellen Anforderungen sich aus ihren Produkten und ihrer Arbeitsweise ableiten. Erst auf Basis objektiver Zahlen, Daten und Fakten können wir für Sie einen logistischen Maßanzug schneidern.
Wir sind vollständig Hersteller-unabhängig, kennen aber viele Player im Markt für Lager-/ Fördertechnik und IT durch eine jahrelange Zusammenarbeit in vielen Projekten. So sind wir in der Lage, für unsere Kunden auf Basis objektiver Kriterien die passenden Technik- und/oder Software-Lieferanten zu finden.

Erst organisieren, dann investieren
Die stetig wachsenden Anforderungen an die interne Logistik und die rasante, technologische Entwicklung der letzten Jahre verleiten gerne dazu, auf teure Technologien und einen hohen Automatisierungsgrad zu setzen und vermeintliche Schwachstellen und Engpässe mit entsprechenden, technischen Maßnahmen zu beseitigen.
Dabei wird gerne vergessen, dass die Logistik als Querschnittsfunktion nur dann richtig funktioniert, wenn die gesamte Organisation richtig gestaltet ist und alle Beteiligten motiviert sind und wissen, was auf welche Weise zu tun ist.
Wir wissen: Ein neues Materialflusssystem zu schaffen oder ein Lager zu reorganisieren hat in erster Linie etwas mit der richtigen Prozessgestaltung und einer anforderungsgerechten Aufbau- und Ablauforganisation zu tun.
Daraus ergibt sich für unsere Arbeit eine klare Strategie: „Erst organisieren, dann investieren“.
Materialfluss- und Lagertechnik sowie die gesamten IT-Systeme zur digitalen Gestaltung der Logistik-Prozesse müssen
- bedarfsgerecht und wirtschaftlich gestaltet sein,
- zum Organisationskonzept passen sowie
- leistungsfähig, flexibel, skalierbar, bedienerfreundlich und robust im alltäglichen Betrieb sein.
Das optimale Konzept finden
Unsere Aufgabe ist es, für Sie das organisatorisch, technisch und wirtschaftlich optimale Intralogistik-Konzept zu finden und es mit Ihnen umzusetzen. Dabei ist es für unsere Arbeit als Planer und Berater unerheblich, ob ein Lager- und Materialfluss-System im laufenden Betrieb optimiert, umgestaltet oder erweitert werden soll oder ob es darum geht, ein komplett neues System auf die „grüne Wiese“ zu planen und zu realisieren.
Es spielt dabei auch keine Rolle, welche Größe das Logistiksystem hat. Ob es sich um das 200 m² große Versandlager eines Hörgeräte-Akustikers handelt, um das 5.000m² große Ersatzteillager eines Automobilhändlers oder das 30.000m² große Zentrallager eines Konsumgüterherstellers.
Ziel und Aufgabenstellung in einem Intralogistik-Projekt lassen sich fast immer auf die gleiche Formel reduzieren: „optimale Leistung bei minimalen Betriebskosten“.
Methodisches Vorgehen
Der Erfolg hängt bei Projekten der Intralogistik maßgeblich von der Methodik ab.
Am Beginn der Projekte – ganz gleich ob wir im Bestand optimieren oder für die grüne Wiese planen - stehen belastbare Planungsgrundlagen, die wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit großer Effizienz erarbeiten:
- ein repräsentatives Mengengerüst aller Bewegungs- und Bestandsdaten,
- Layout und Materialfluss sowie bauliche Rahmenbedingungen im IST-Zustand,
- alle relevanten Prozesse inklusive des Personaleinsatzes und
- alle relevanten Kosten.
Der abgestimmte IST-Zustand ist die Ausgangsbasis, der auf einen Zielhorizont hochgerechnete, verbesserte IST-Zustand die Variante, an der sich andere Lösungen messen müssen.
Im nächsten Schritt entstehen systematisch entwickelte Lösungsalternativen, die technisch und prozessual ausgearbeitet und in Investionen-, Betriebskosten und Nutzwerten miteinander verglichen werden.
Die ausgewählte, beste Lösung wird nun im Detail ausgeplant und ausschreibungsreif in einem Lastenheft beschrieben.
Von sorgfältig ausgewählten Lieferanten werden Angebote eingeholt, bei großen Projekten von Systemintegratoren / Generalunternehmern, bei kleineren Projekten auch direkt von den Gewerke-Lieferanten.
Über den Vergleich der Angebote und die Verhandlung mit den Lieferanten wird ein entscheidungsreifes Ranking erarbeitet bis hin zum Entwurf der Verträge.
Nach der Entscheidung für einen oder mehrere Lieferanten steht in größeren Projekten die Pflichtenheftphase an. Hier sorgen wir dafür, dass die Anforderungen des Lastenheftes sauber in die Umsetzungsgrundlagen einfließen.
Unser Projektmanagement sorgt für die zuverlässige Einhaltung von Terminen und Budgets. Das Claim-Management bewertet nachträgliche Ergänzungen des Liefer- und Leistungsumfangs, die bei großen Projekten immer wieder vorkommen.
Über die Begleitung der Teil-Inbetriebnahmen bis hin zur vollständigen Systemintegration, die Überwachung der Leistungstests bis hin zum vollständigen Verfügbarkeitstest einer kompletten Anlage stellen wir den Go Live sicher.
In der Ramp Up Phase unterstützen wir mit Rat und Tat, denn komplexe Lager- und Fördertechnik-Systeme sind in den ersten Wochen – auch und gerade im Zusammenwirken mit den Logistik-Mitarbeitenden – noch störungsanfällig.
Mit der finalen Abnahme geht die projektierte Intralogistiklösung in den normalen Betrieb über.
Optimierungsprojekte im organisatorischen Umfeld
Bei reinen Organisationsprojekten liegt der Fokus erfahrungsgemäß auf Verbesserungsmaßnahmen, die wenig kosten, leicht und schnell umsetzbar sind und viel bringen.
Möglich wird das vor allem durch unseren „lean logistics“ Ansatz, der in Analogie zur Lean Production Philosophie ebenso den Regeln des Toyota-Modells folgt und in vielen Projekten immer weiter verfeinert wurde.
Optimierungsprojekte im technischen Bereich
Diese Art von Projekten entsteht immer dann, wenn die eingesetzten, technischen Anlagen nicht das leisten, was sie leisten sollten. Dies kann viele Gründe haben.
Die Technik ist beispielsweise „in die Jahre“ gekommen. Automatisierte Logistiksysteme, die ihren Zweck erfüllen, sind bekannt dafür, dass sie über eine Abschreibungszeit hinaus „sehr alt“ werden können. Der Betreiber steht dann vor dem Problem, dass seine alte Logistikanlage entweder saniert oder ersetzt werden muss. Wir klären in diesen Fällen über eine Risikoanalyse den Handlungsbedarf und planen und bewerten die entsprechenden „retrofit“-Massnahmen oder Möglichkeiten einer sinnvollen Ersatz-Investition.
Ein anderer Grund kann darin liegen, dass das System von vornherein nicht richtig auf den Einsatzzweck abgestimmt wurde (=Planungsfehler), oder dass sich die Rahmenbedingungen für den Anlagenbetrieb signifikant verändert haben. Auch hier gilt es, die für das Unternehmen beste Lösung zu finden, beispielsweise auch in Form eines geeigneten Anlagen-Umbaus.
Planungsprojekte
Bei Planungsprojekten hat sich ein stufenweises Vorgehen bewährt, unabhängig davon, ob es sich um ein „brown-field“-Szenario handelt, in dem ein bestehenden System umgebaut und/oder erweitert wird, oder ein „green-field“-Szenario, in dem eine vollständig neues System entsteht.
Planungsgrundlagen schaffen
In Planungsprojekten erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen zunächst fundierte Planungsgrundlagen. Diese umfassen vor allem ein hochgerechnetes Mengengerüst, das alle Leistungs- und Kapazitätsanforderungen an das zukünftige Logistik-System wiedergibt. Darüber hinaus werden von uns beispielsweise auch die zu erwartenden Schwankungen im Arbeitsanfall durch Kundenverhalten, Schichtmodelle, Saisonalitäten oder andere Faktoren genauer beleuchtet. Die Erfahrung zeigt, dass solche vorbereitenden Analysen häufig zu kurz kommen, was gerade beim Einsatz von Automatik-Systemen zum Teil fatalen Auswirkungen auf das spätere Planungsergebnis haben kann.
Zu den Planungsgrundlagen gehört auch die Aufnahme und Beschreibung der räumlichen und baulichen Rahmenbedingungen. Die Schnittstelle zwischen Gebäude und Einrichtungstechnik erfordert in einem Planungsprojekt ein hohes Maß an Erfahrung. Wir sind zwar keine Architekten oder Bauingenieure, aber wir sind in der Rolle des Logistikplaners im ständigen Dialog mit den Bau-Experten zu Themen wie dem Brandschutz, gesetzlicher Vorgaben, der Gebäudestatik, dem Gebäudekonzept, der Layoutgestaltung, der Bodengestaltung, der Haustechnik oder der Hofgestaltung.
Im Idealfall planen wir „von innen nach außen“, das heißt die Logistikfunktion bestimmt die Gebäudegestaltung. Trotzdem müssen bestimmte, bauliche Rahmenbedingungen schon im Zuge der Planungsgrundlagen festgehalten werden. Ein schönes Beispiel ist hier die maximal zulässige Gebäudehöhe für ein Hochregallager.
In Varianten denken und die passende Lösung entwickeln
Bei der Planung bedienen wir uns gerne einer einfachen Kreativitätstechnik, dem „morphologischen Kasten“. Logistiksysteme sind prädestiniert dafür, da sich eindeutige „Subsysteme“ definieren lassen, die für sich allein gestellt sehr unterschiedlich ausgeprägt werden können, im Zusammenspiel aber zueinander kompatibel sein müssen. Durch die Nutzung dieser Technik entstehen in der Planungsphase erfahrungsgemäß sehr unterschiedliche Lösungsvarianten, zum Teil auch solche, an die man im ersten Moment gar nicht denkt.
Mit Hilfe moderner Darstellungs-, Animations- und Simulationstools lässt sich die Fülle der möglichen Planungsvarianten auf eine Zahl sinnvoller Lösungsansätze eingrenzen. Diese sinnvollen Varianten schauen wir uns dann gemeinsam mit Ihnen genauer an. Insbesondere im Hinblick auf ihre Systemleistung, die Betriebskosten, die Investitionskosten und anderer Merkmale, die entscheidungsrelevant sind, wie beispielsweise die Raumnutzung und Kapazität eines Lagersystems.
Wenn für jede ins Auge gefasste Variante die objektiven Fakten auf dem Tisch liegen, wird es einfach, diese miteinander zu vergleichen und dadurch die beste Lösung zu finden. Die Vorteile und Chancen einer Lösung werden sichtbarer, genauso wie die Nachteile und Risiken. Auf diese Weise können wir Ihnen ein Maximum an Entscheidungssicherheit bieten.
Wir sind auch nach der Planung noch dabei
Doch damit hört es nicht auf: Wenn klar ist, wie die richtige Lösung aussieht, geht es in die Umsetzung. Auch in dieser Phase können wir wertvolle Unterstützung leisten. Wir wissen, was benötigt wird, welche Lieferanten in Frage kommen und was in einem Projekt- und Terminplan alles zu beachten ist und nicht vergessen werden sollte.
Wir wählen in Ihrem Auftrag die Lieferanten mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis aus, um unsere Planungen zu realisieren. Wir verhandeln und gestalten Verträge und begleiten Ihr Projekt auf Wunsch auch bis zur Inbetriebnahme. Und das in beliebigen Konstellationen. Vom Berater und Coach für das interne Projektteam bis zum Projektleiter oder sogar zum Interimsmanager.
Wir packen an. Unsere Lösungen sind zuverlässig und führen zu mehr Effizienz, höherer Rentabilität und sichereren Investitionen. Fragen Sie uns!
IT-Projekte in der Intralogistik
Die IT-Unterstützung der Lager- und innerbetrieblichen Transportprozesse durch leistungsfähige Warehouse Management Systeme (WMS) ist zu einem unverzichtbaren Baustein der Intralogistik geworden. Das System „WWDS“ (= Willy weiß das schon) ist allerdings immer noch im Einsatz und sorgt für hohe Fehlerquoten in den Prozessen, unsaubere Bestandsführung und wenig effizienten Personaleinsatz.
Diese Projekte haben dementsprechend einen hohen Stellenwert für uns, denn das digitale Lager ist keine Fiktion sondern schon lange realisierbar.
Insbesondere weniger oder gar nicht automatisierte Systeme profitieren besonders von der richtigen IT-Unterstützung. Eine beleglos geführte Kommissionierung funktioniert weitgehend fehlerfrei und gewährleistet auch ohne Einsatz automatischer Systeme sehr hohe Arbeitsproduktivitäten.
Eine typische Projektaufgabe besteht für uns darin, optimierte SOLL-Prozesse zu entwickeln, die in möglichst standardisierter Art und Weise die Abläufe im Detail beschreiben und die mit einem geeigneten IT-System möglichst ohne größeren Anpassungsaufwand abgebildet werden. Sind die Abläufe sehr komplex, wird vielfältige Lager- und Fördertechnik eingesetzt, die es anzusteuern gilt, entstehen hoch individuelle Soll-Konzepte, oft verbunden mit vielfältigen, ineinandergreifenden Optimierungsstrategien, um die Durchsatzleistung zu maximieren und Personaleinsatz so produktiv, wie möglich zu gestalten. Lager-Leitstände als „Kommando-Zentrale“ gehören selbstverständlich dazu.
Im typischen Projektverlauf erarbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden ein Lastenheft, das die SOLL-Prozesse beschreibt. Mit diesem Lastenheft gehen wir anschließend auf den Markt und suchen über eine Ausschreibung die richtige Software und den richtigen Systemanbieter.
In einer Pflichtenheftphase wachen wir darüber, dass die Anforderungen aus dem Lastenheft sauber in die neue WMS-Lösung einfließen. Wenn gewünscht, begleiten wir die Softwareprojekte bis zum Go Live und unterstützen auch die fachgerechte Abnahme.
