Effiziente Produktionswerke entstehen nicht zufällig. Wege, Flächen, Layouts und Materialflüsse sind oft über Jahre gewachsen — mit jeder Erweiterung, jedem neuen Produkt und jeder kurzfristigen Lösung wird das System ein Stück komplexer. Die Folge sind häufig lange Durchlaufzeiten, hohe Bestände, Engpässe in Produktion und Logistik sowie unnötige Transport- und Handlingaufwände.
Mit einer professionellen Werks- und Materialflussplanung unterstützen wir Sie dabei, Ihre Standorte — bestehend oder neu — strukturiert zu entwickeln: von der ersten Idee über Machbarkeitsstudien und Layoutkonzepte bis zur begleiteten Umsetzung in Produktion und Intralogistik.
Warum Werks- und Materialflussplanung heute entscheidend ist
Verkürzte Lieferzeiten, volatile Märkte, Variantenvielfalt und Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf Produktion und Logistik. Gleichzeitig werden Investitionen in Gebäude, Automatisierung und Technik immer höher – Fehlentscheidungen sind teuer und lassen sich im Nachhinein nur mit großem Aufwand korrigieren.
Eine integrierte Werks- und Materialflussplanung hilft Ihnen unter anderem dabei:
- Materialflüsse zu verkürzen und unnötige Transporte zu vermeiden,
- Durchlaufzeiten zu reduzieren und Termintreue zu stabilisieren,
- Flächen besser zu nutzen und Erweiterungsoptionen mitzudenken,
- Bestände gezielt zu senken, anstatt „Sicherheiten“ in Flächen zu parken,
- Intralogistik, Produktion und Lager als ein System zu planen und nicht getrennt zu optimieren,
- Investitionen in Gebäude, Technik und Automatisierung fundiert abzusichern.

Typische Ausgangssituationen unserer Kunden
In unseren Projekten sehen wir häufig ähnliche Ausgangslagen:
- Gewachsene Strukturen: Layouts, Wege und Lager sind historisch entstanden – niemand hat mehr das Gesamtbild.
- Neubau oder Erweiterung: Ein Werk soll neu gebaut, erweitert oder verlagert werden („Greenfield“ oder „Brownfield“).
- Engpässe und Flächenknappheit: Die vorhandene Fläche scheint nicht auszureichen, obwohl gleichzeitig hohe Bestände im Weg stehen.
- Verlagerungen und Standortkonsolidierungen: Mehrere Standorte sollen zusammengeführt oder neu zugeschnitten werden.
- Automatisierungsentscheidungen: Es steht die Frage im Raum, ob und wie Fördertechnik, FTS, Automatiklager oder andere Systeme sinnvoll sind.
Genau hier setzt unsere Werks- und Materialflussplanung an.
Für welche Unternehmen unsere Werks- und Materialflussplanung besonders geeignet ist
Unsere Projekte liegen vor allem im diskreten industriellen Umfeld, unter anderem:
- Maschinen- und Anlagenbau,
- Serienfertiger (z. B. Komponentenfertigung, Automotive-Zulieferer),
- Variantenfertiger mit Montage- und Prüfprozessen,
- Ersatzteil- und Service-Logistik (Schnittstelle zu Bestandsmanagement),
- Chemische und pharmazeutische Industrie.
Besonders häufig unterstützen wir Unternehmen, die:
- einen Neubau oder eine wesentliche Werkserweiterung planen,
- gewachsene Strukturen neu ordnen wollen,
- Bestände, Durchlaufzeiten und Logistikkosten gleichzeitig adressieren möchten.
Unsere Leistungen
Wir verbinden Werkstrukturplanung, Materialflussplanung, Intralogistikplanung und Bestandsmanagement zu einem Gesamtansatz – vom Layout bis zur Steuerung.
Werkstruktur- und Layoutplanung (Greenfield und Brownfield)
Wir entwickeln Werkstrukturen, die zu Ihrem Geschäftsmodell, Ihren Produkten und Ihrem Wachstum passen:
- Standort- und Flächenkonzepte für neue Werke oder Erweiterungen,
- Layoutvarianten für Produktion, Montage, Lager und Logistik,
- sinnvolle Anordnung von Bereichen, Linien, Zellen und Lagerzonen,
- Planung von Materialbereitstellung, Pufferflächen und Supermärkten,
- Berücksichtigung von Verkehrswegen, Sicherheit, Ergonomie und Erweiterungsoptionen.
Auf Wunsch begleiten wir Sie von der Konzeptplanung über die Feinplanung bis zur Realisierung – inklusive Mitarbeit in Bau- und Planungsteams.
Materialflussanalyse und -planung
Für die Materialflussplanung analysieren wir Ihre Wertströme und innerbetrieblichen Transporte:
- Erfassung von Materialflüssen, Transportmengen und Frequenzen,
- Identifikation von Umlagerungen, Umwegen, Engpässen und Rückkopplungen,
- Definition von Soll-Materialflüssen mit klaren Relationen zwischen Bereichen,
- Auslegung von Transportkonzepten (Routenzug, Stapler, FTS, AMR, Fördertechnik etc.),
- Gestaltung von Belieferungskonzepten (z. B. Milkrun, Supermarkt, Kitting).
Wo sinnvoll, setzen wir auf einfache Materialflussdiagramme und wertstromorientierte Darstellungen, um komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.
Intralogistik- und Lagerplanung
Die Intralogistik ist das Bindeglied zwischen Produktion, Einkauf, Versand und Kunden:
- Dimensionierung und Positionierung von Lagern, Puffer- und Bereitstellflächen,
- Konzeption von Lagerstrategien (z. B. Blocklager, Regallager, Automatiklager, Flächennutzung),
- Definition von Kommissionier- und Bereitstellprozessen,
- Abstimmung mit Bestandszielen und Servicegraden (Verbindung zu Bestandsmanagement),
- Planung von Organisation, Personal und Schichtmodellen in der Intralogistik.
Simulation, Digitalisierung und Szenarien
Je nach Komplexität und Zielsetzung kann eine simulationsgestützte Materialflussplanung helfen, Varianten zu bewerten, Engpässe sichtbar zu machen und Investitionsentscheidungen abzusichern:
- Simulation von Materialflüssen, Durchsatz und Auslastungen,
- Bewertung alternativer Layouts und Automatisierungslösungen,
- Vorbereitung auf digitale Fabrik- und Industrie-4.0-Konzepte.
Wir setzen Simulation pragmatisch ein – dort, wo sich durch die zusätzliche Transparenz Entscheidungen fundiert verbessern lassen.
Vorgehensweise – von der Analyse bis zur Umsetzung
Jede Werks- und Materialflussplanung ist individuell – unser Vorgehen folgt jedoch einem klaren Rahmen, der sich in vielen Projekten bewährt hat.
1. Analyse und Zielbild
- Klärung von Zielen (Kosten, Durchlaufzeit, Bestände, Flexibilität, Servicegrad),
- Aufnahme von Prozessen, Layouts, Materialflüssen und Leistungsdaten,
- Wertstromanalyse und Identifikation von Engpässen und Verschwendungen,
- Definition des zukünftigen Zielbildes (Kapazitäten, Varianten, Volumen).
2. Konzept- und Variantenplanung
- Erarbeitung mehrerer Layout- und Materialflussvarianten,
- Abschätzung von Flächenbedarf, Transportaufwand und Investitionen,
- Bewertung der Varianten anhand definierter Kriterien,
- Auswahl eines Favoritenkonzepts in gemeinsamen Workshops.
3. Feinplanung und Auslegung
- Detailplanung von Bereichen, Arbeitsplätzen, Lager- und Bereitstellflächen,
- Auslegung von Transportmitteln und Lagertechnik,
- Definition von Abläufen, Steuerungslogik und Schnittstellen zur IT,
- Abstimmung mit Bau, Technik, IT und Arbeitssicherheit.
4. Umsetzung und Begleitung
- Unterstützung bei Ausschreibungen für Technik, Logistik und Dienstleistungen,
- Begleitung der Realisierung (Bau, Umbau, Umzüge, Inbetriebnahmen),
- Feinjustierung in der Anlaufphase,
- Aufbau eines einfachen Kennzahlensystems zur laufenden Steuerung.
So arbeiten wir mit Ihnen zusammen
Je nach Aufgabenstellung bieten wir unterschiedliche Projektformate an:
Werks- und Materialflussplanung ist nie isoliert – sie steht in enger Verbindung zu:
Machbarkeitsstudien und Potenzialanalysen
zur ersten Quantifizierung von Effekten, Investitionen und Amortisationszeiten.
Konzept- und Detailplanungsprojekte
mit klarer Struktur, Meilensteinen und gemeinsamen Workshops.
Begleitung bei Umsetzung, Umzug und Inbetriebnahme
inklusive Change-Management in Produktion und Logistik.
FAQ – Werks- und Materialflussplanung
Ab wann lohnt sich eine professionelle Werks- und Materialflussplanung?
Spätestens dann, wenn Sie Neubau-, Erweiterungs- oder Verlagerungsprojekte planen oder wenn Durchlaufzeiten, Bestände und Flächenknappheit gleichzeitig zum Problem werden. Schon kleine Layoutanpassungen können messbare Effekte auf Produktivität und Logistikkosten haben – Fehlentscheidungen im Werkdesign dagegen wirken sich über Jahre aus.
Unterstützen Sie nur bei Neubauten oder auch bei bestehenden Werken?
Wir unterstützen sowohl bei Greenfield-Projekten als auch bei Brownfield-Optimierungen. Gerade in bestehenden Werken ist das Spannungsfeld zwischen laufender Produktion, Umbau und knappen Flächen besonders groß – hier helfen strukturierte Analysen und durchdachte Stufenpläne.
Arbeiten Sie mit bestimmten Planungstools oder Simulation?
Wir arbeiten toolneutral. Je nach Komplexität nutzen wir einfache Layout- und Flussdarstellungen, Tabellen- und Mengenanalysen oder – bei Bedarf – simulationsgestützte Materialflussplanung in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern. Entscheidend ist für uns, dass die gewählte Methode entscheidungsrelevante Transparenz schafft.
Wie stark binden Sie unsere internen Teams ein?
Sehr stark. Gute Werks- und Materialflussplanung lebt davon, dass Ihre Prozessexperten und unsere Planungserfahrung zusammenkommen. Wir moderieren Workshops, bringen Methoden und Benchmarks ein und sorgen dafür, dass am Ende ein Konzept entsteht, das Ihre Mannschaft mitträgt – und nicht nur ein „Beraterlayout“ auf dem Papier.
